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Frage: Was ist ein Blasenkatheter und welche Arten gibt es?                                                          Ein Katheter ist ein Instrument, welches in Körperhohlorgane eingeführt wird, um körpereigene Flüs sigkeiten abzuleiten bzw. med. Lösungen einzubringen. In der Erotik findet der Blasenkatheter die häufigste Anwendung. Blasenkatheter gibt es für Kinder, Frauen und Männer, wobei es für Männer die grösste Auswahl der unterschiedlichsten Typen gibt, was mit dem anatomischen Aufbau der männlichen Harnwege zusammen hängt. Es gibt Blasenkatheter aus Metall, PVC, Latex, Latexver- bindungen, Silikon und Gummi.

Frage: Was sind die geläufigsten Blasenkatheter?                                                                           Dies sind zum einen Katheter aus PVC, Metall und Gummi ohne Ballon. Diese werden benutzt zum schnellen Ableiten des Urins. Weiterhin gibt es die Ballon-Katheter. Diese Katheter haben an der Katheterspitze einen aufblasbaren Ballon, welcher nach dem Einführen von aussen durch einen extra Füllkanal mit sterilem Wasser aufgefüllt wird. Solche Ballon-Katheter bleiben über einen längeren Zeitraum in der Blase liegen, wobei der Ballon das selbständige Herausgleiten aus der Harnröhre verhindert. In einigen Fällen werden auch Katheter mit einem besonders grossen Ballon verwendet, z.B. nach Operationen im Bereich des Blasenschliessmuskels oder der Prostata oder um einfach nur das Füllvolumen der Blase selbst kurzzeitig zu verkleinern.

Frage:  Wie lange kann man einen Katheter in der Harnröhre/Blase belassen?                                Einfache Blasenkatheter aus PVC, Gummi oder Metall werden nur zum Entleeren der Blase einge- führt, sie liegen also nur so lange, bis die Blase leer ist oder kein Urinfluss mehr vorhanden ist. Dies sind meist nur wenige Minuten. Blasenkatheter aus Latex oder deren Verbindungen sollten nicht länger als 6 Tage in der Harnröhre liegen bleiben. Danach sollten diese unbedingt gegen einen neuen sterilen Katheter gewechselt werden. Blasenkatheter aus med. Silikon können unter sterilen Beding- ungen bis zu 6 Wochen liegen bleiben. Danach sollte auch dieser gegen einen neuen sterilen ausge- tauscht werden.

Frage:  Was sollte vor dem Legen eines Blasenkatheters beachtet werden?                                    Peinlichste Sauberkeit ist hier der oberste Grundsatz. Ob bei Frau oder Mann, der gesamte Genital bereich sollte vor dem Legen des Katheters gewaschen werden. Dazu bietet sich das Waschmittel Decontaman an, da es auch für Schleimhautübergänge geeignet ist. Wichtig: Handschuhe tragen! Alle Materialien vorher zurecht legen. Nur sterile Blasenkatheter und steriles Gleitgel verwenden. Vor dem Einführen des Katheters die Harnröhrenmündung mit einem Desinfektionsmittel abtupfen. Geht am besten mit einer Pinzette oder Universalklemme, einem Tupfer mit Desinfektionsmittel wie z.B. Betaisodona oder Octenisept.

Frage:  Soll man ein Gleitgel verwenden?                                                                                       Ja, ein Gleitgel, und zwar ein steriles, sollte unbedingt verwendet werden. Die Schleimhaut der Harn röhre ist zwar ein feuchtes Fluidum, jedoch reicht dies auf keinen Fall aus, um den Katheter richtig schlüpfrig zu machen. Die Folge ohne Gleitgel wäre ein Trockenlaufen des Katheters, welcher dann in der Harnröhre wie Schleifpapier wirkt und die Harnröhre aufschabt, was auf jeden Fall nach dem Katheterisieren Schmerzen und häufig auch Blutungen verursacht.

Frage:  Wie bekommt man beim Mann das Gleigel weit genug in die Harnröhre?                            Am besten geht dies unter Verwendung eines sterilen Gleitgels, welches in Spritzen angeboten wird. Bei solchen Formen wird der Spritzenansatz in die Harnröhrenmündung gesteckt und dann die Spritze langsam zusammen oder ausgedrückt. Fasst dazu den Penis hinter der Eichel an, drückt das Gel ein und drückt dann den Penis hinter der Eichel zusammen, damit das Gel nicht mehr aus der Harnröhre laufen kann. Nun haltet den Penis nach oben in Richtung Bauchnabel und massiert mit der anderen Hand an der Unterseite des Penis in Richtung Peniswurzel/Hodensack. So wird das Gel in der Harnröhre weiter in Richtung Blase geschoben.

Frage:  Wie lege ich einen Blasenkatheter?                                                                                     Die Vorbereitung bei Frau oder Mann ist fast identisch. Waschen, desinfizieren und das Einbringen des Gleitgels wie oben beschrieben. Bei der Frau ist das Einbringen des Gleitgels natürlich viel ein- facher, zum einen ist die Harnröhre sehr kurz, zum anderen hat diese keinen Knick wie beim Mann. Das gleiche trifft für das Einführen des Katheters zu. Bei der Frau geht dies relativ ohne Probleme. Nach dem Einbringen des Gleitgels in die Harnröhre, auch den Katheter selbst mit etwas Gleitgel bestreichen und diesen dann an der Harnröhrenmündung ansetzen und einführen. Beim Mann ist es etwas komplizierter, da die Harnröhre viel länger und auch noch einen Knick hat. Dieser Knick sitzt im Bereich der Prostata. Nach dem Einbringen des Gels in die männliche Harnröhre ebenfalls den Katheter mit etwas Gleitgel einstreichen, nehmt dann Euren Penis in die Hand, setzt den Katheter an der Harnröhrenmündung an und schiebt ihn langsam ein. Ihr spürt dies ganz deutlich, wie der Kathe ter langsam in der Harnröhre vorwärts gleitet. Nach kurzer Zeit kommt Ihr an den genannten Harn- röhrenknick an. Es ist ein deutlicher Widerstand. Jetzt müsst Ihr den Penis nach vorn strecken, um durch diesen Knick zu kommen. Fasst dazu hinter der Eichel an und zieht den Penis vom Körper weg, schiebt dabei den Katheter langsam gegen den natürlichen Widerstand weiter. Achtung ! Keine Gewalt anwenden, Ihr schadet Euch nur selbst. Den Katheter langsam weiter schieben, bis Ihr erneut einen Widerstand spürt. Dies ist jetzt der Blasenschliessmuskel. Auch diesen Widerstand müsst Ihr überwinden und den Katheter weiter schieben bis es zum Urinfluss kommt. Bei Verwend- ung eines einfachen Katheters habt Ihr Euer Ziel erreicht. Lasst die Blase leer laufen, dann könnt Ihr den Katheter langsam von selbst herausgleiten lassen. Arbeitet Ihr aber mit einem Ballonkatheter, so müsst Ihr beim Einsetzen des Urinflusses zunächst den Auslauf abblocken. Entweder mit einer Katheterklemme oder einem Stopfen. Schiebt dann den Katheter noch bis fast zum Abzweig des Füllkanals in die Blase hinein. Nun nehmt Ihr eine mit sterilem Wasser gefüllte Blockspritze, steckt diese auf den Adapter des Füllkanals und drückt das Blockwasser langsam aus der Spritze bis in den Ballon. Damit der Ballon gefüllt bleibt, muss die Blockspritze sofort vom Adapter abgezogen werden. In dem Adapter ist ein Sperrventil, welches nach Abziehen der Spritze das Zurückfliessen des Blockwassers verhindert. Beim Entfernen des Katheters müsst Ihr diesen Vorgang in umgekehr ter Reihenfolge durchführen (die leere Spritze aufstecken, das Blockwasser dann langsam zurück ziehen, gefüllte Spritze abziehen). Nach dem Blocken des Ballons könnt Ihr den Katheter loslassen. Er gleitet von selbst wieder ein Stück aus der Harnröhre heraus bis der Ballon am inneren Schliess- muskel der Blase anliegt. Nun könnt Ihr den Auslauf wieder öffnen und eventuell einen Urinbeutel anstecken oder auch eine Blasenspritze, oder eine Spülung durchführen.

Frage:  Was ist ein Nelatonkatheter, was ein Tiemannkatheter, was ein Spülkatheter?                     Ein Katheter nach Nelaton ist ein durchgehend gerader Katheter, ohne Krümmungen.  Ein Katheter nach Tiemann hat an der Katheterspitze eine vorgeformte Krümmung, welche das Schieben durch den Harnröhrenknick des Mannes erleichtert. Beim Einführen solch eines Katheters muss die ge- krümmte Spitze nach oben in Richtung Bauchnabel zeigen. Ihr dürft diesen Katheter auch nicht in der Harnröhre drehen. Ein Spülkatheter ist immer ein dreiläufiger Ballonkatheter. Solch ein Katheter hat den normalen Auslauf, einen Spülzulauf und den Füllkanal für den Ballon. Mit Hilfe eines Spül- katheters kann die Blase mit einer Spüllösung durchgespült und aufgefüllt werden.

Frage:  Wie oft kann man einen Katheter verwenden?                                                                    Katheter werden in der Regel nur einmal verwendet und danach entsorgt. Bestimmte Katheter lassen sich aber mehrfach verwenden. Dazu gehören die Metallkatheter (Edelstahl) und Katheter aus Gummi. Beides sind aber Kathetertypen ohne Ballon. Beide Katheter lassen sich mit einem med izinischen Reiniger reinigen und desinfizieren. Anschliessend sollten diese noch sterilisiert werden.

Frage:  Was mache ich bei einer Latexallergie und nicht auf den Katheter verzichten möchte?          Hier sollte man auf Silikonkatheter ausweichen. Diese bestehen aus 100% med. Silikon. Auch der Ballon ist aus Silikon. Silikonkatheter können auch am längsten in der Harnröhre/Blase verbleiben.

Frage:  Kann man den Ballon des Katheters auch mit Luft aufblasen?                                             Dies sollte man vermeiden. Die Ballons der Katheter haben eine vom Hersteller vorgegebene Füll- menge. Die genaue Kontrolle hat man nur bei der Verwendung des sterilen Blockwassers. Wird der Ballon hingegen mit Luft aufgeblasen, fehlt diese Kontrolle, da man das Medium Luft nicht sehen kann und daher nicht genau weiss, wieviel Luft eingefüllt wurde. Überfüllt man nun den Ballon in der Blase, so kann dieser platzen und unangenehme schmerzhafte Folgen hervorrufen.

Frage:  Kann man einen Katheter in den steifen Penis einführen?                                                     Auch dies sollte man besser unterlassen. Ein steifer erigierter Penis ist in dem Moment von der Funk tion Harnausscheidung auf die Funktion Fortpflanzung umgeschaltet. Diese Umschaltung erfolgt im Bereich der Prostata und verhindert, das im Moment des Samenergusses das Sperma in die Harn- blase geleitet wird. Die Harnröhre ist also nicht mehr durchgängig bis zur Harnblase frei. Schiebt Ihr in diesem Zustand einen Katheter in die Harnröhre und kommt an der Umschaltstelle an, würde dies beim Weiterschieben zur inneren Verletzung führen, weil die Harnröhre eines steifen Penis förmlich abgeknickt ist. Die Folge: Ihr richtet mehr Schaden an Eurem sensibelsten Teil an, als Ihr Euch das vorstellen könnt. Welcher Mann will sich schon selbst verstümmeln? Bekommt Ihr bei den erhitzten Klinikspielen vor Aufregung und Geilheit einen steifen Penis beim Einführen des Katheters, dann er- zwingt es nicht. Unterbrecht lieber kurz das Spiel und wartet bis Ihr wieder einen Hänger habt. Eine kalte Kompresse hilft hier die Sache zu beschleunigen.

Frage:  Was passiert, wenn ich mit eingeführtem Katheter einen steifen Penis bekomme?                 Ist der Katheter erst einmal vollkommen in die Harnröhre eingeführt und der Urinfluss hat schon stattgefunden, so kommt es bei manchen Männern schon vor, das durch die ganze Aufregung der Penis steif wird. Dies ist aber kein Problem mehr, da der Katheter ja vor dem Erigieren eingeführt wurde. Nur einfach herausziehen solltet Ihr den Katheter mit steifen Penis nicht. Wartet besser auch hier, bis Eure Erregung abgeklungen ist. Der Katheter gleitet dann von selbst aus der Harnröhre heraus (geht aber nur, wenn der Ballon entblockt ist).

Frage:  Was passiert, wenn ich mit eingeführtem Katheter einen Samenerguss bekomme?                 In den meisten Fällen bekommen Männer mit einem eingeführten Blasenkatheter keinen Samen- erguss weil der Katheter häufig einen Harndrang simuliert. Natürlich kann die sexuelle Erregung auch mit eingeführtem Katheter bis zum Samenerguss getrieben werden, jedoch ist es ratsam, dies zu unterlassen. Ist zum Beispiel ein relativ grosser Katheter eingeführt, nimmt er das ganze Lumen der Harnröhre ein. Mitunter ist diese durch den Katheter gedehnt. Beim Orgasmus wird nun das Sperma durch die Kontraktion der Harnröhre explosionsartig aus dieser ausgeschleudert. Dabei entsteht in der Harnröhre auch ein hoher Druck. Versperrt jetzt ein eingeführter Katheter den na- türlichen Ausstoss des Spermas, kann es unter Umständen auch zu inneren Verletzungen kommen. Das Sperma sucht sich in jedem Fall seinen Weg. Entweder es presst sich zwischen Harnröhre und Katheter hindurch in Richtung Harnröhrenausgang, oder es wird auf die gleiche Weise in die Blase gedrückt weil dies der kürzere Weg ist, oder es wird zurück in den Samenstrang/Samenblässchen gepresst.